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German Outdoors

RHÖN PARK AKTIV RESORT - BAYERN

Frisch gegen Corona geimpft und hoch motiviert wollten wir diesen Sommer die geringe Inzidenz nutzen und nochmal in Urlaub fahren. Sowohl meine Frau wie auch ich haben gerade einen neuen Job angenommen, mehr als ein verlängertes Wochenende wollten wir unseren neuen Arbeitgeber nicht antun. Ein Deutschland Urlaub mit Kind (2 Jahre) sollte es werden, dekadent im Familienhotel, abgelegen von jeglichen größeren Ortschaften und mit möglicher Kinderbetreuung. Also haben wir das Rhön Park Aktiv Resort in Bayern, an der Grenze zu Thüringen und Hessen für 4 Nächte gebucht. Wir dachten uns, für einen wunderschönen Familienurlaub ist das Rhön Park Aktiv Resort ideal.

Rhön Urlaub mit Kindern

Die Rhön ist ein sogenanntes Hochmoorgebiet. Sie liegt im Grenzbereich des Bundeslandes Hessen und Bayerns, am westlichen Rand des mittleren Osthangs des Hessischen Rückens. Die hügelige Landschaft mit ihren zahlreichen Mooren, Seen und Auenlandschaften bietet Badespaß, sportliche Aktivitäten und den Freizeitpark “Rhön-Höfe” mit vielen Möglichkeiten.

Ob Wassersport, Mountainbiking, Nordic Walking, Wandern, Klettern oder Vogelbeobachtung - man findet hier alles, was der Urlaubsträumende sich wünscht. Die Rhön ist ideal für Urlaub mit Kindern. Hier gibt es eine ruhige Umgebung, viel Landschaft und viele Familienfreundlichen Hotels zum ausspannen, teilweise sogar mit Kinderbetreuung im Urlaub. So wollten auch wir durch die Kinderbetreuung im Rhön Park Hotel ein par Stunden am Tag entspannen können. Wie unser Urlaub gelaufen ist, erfährt Ihr hier in unserem Reisebericht.

Die Anfahrt und die Ankunft im Rhön Park Aktiv Resort

Von uns aus sind es gerade mal 2,5 Stunden fahrt zum Hotel, also durchaus machbar auch mit Kind. Unser Sohn hat die meiste Zeit im Kindersitz geschlafen. Insgesamt war die Anfahrt recht Ereignislos. Wir sind nur einmal im Stau gewesen. Dieser hat sich nach 20 Minuten aber bereits aufgelöst. Nach 2,5 Stunden Autofahrt sind wir dann im Naturpark der Rhön angekommen. Sobald man in den Naturpark reinfährt ändert Sie die komplette Umgebung, es gibt lediglich kleinere Ortschaften und viele Hügel zum Überqueren. Gerade Wander- und Radsportler sollen in der Rhön voll auf Ihre Kosten kommen.

Rhön Naturpark

Um 14 Uhr sind wir im Hotel angekommen haben wir direkt ausreichend Parkplätze gefunden. Leider wurde uns an der Rezeption mitgeteilt das unser Zimmer noch nicht fertig sei, so mussten wir noch 3 weitere Stunden warten bis wir endlich unser Auto ausladen konnten. Wichtig zu Wissen ist, dass das Rhön Park Hotel die Zimmer erst ab 17 Uhr zusagt, das hatten wir leider bei der Buchung übersehen. So mussten wir die Zeit vorm Hotel verbringen, gerade mit kleinem Kind, das auch mal gewickelt werden muss, recht ärgerlich. Wir konnten uns im Außenbereich des Hotels jedoch die Zeit vertreiben, so gibt es auf dem Gelände ein Abenteuerspielplatz sowie einen Spielplatz für Kleinkinder mit kleiner Rutsche und Sandkasten.

Nachdem wir endlich im Zimmer angekommen sind, wurde unsere Stimmung besser. Die Zimmer waren frisch modernisiert und sehr schön eingerichtet. Ein großer Fernseher mit mehr als genug deutschen Sendern sowie ein Tablet auf dem Ihr Euch das aktuelle Tagesprogramm sowie Abendessen ansehen könnt sind vorhanden. Das Zimmer hatte eine Couch zum gemütlichen Sitzen (oder für unser Kind zum Klettern) wie auch ein Boxspringbett. Reisebett für unser Kind hatten wir selbst mitgebracht.

Direkt nach dem Check-in mussten wir auch zum Abendessen. Die Essenszeiten wurden wegen Corona vorgegeben. Man hatte wahlweise die Möglichkeit von 17:30 - 19:00 Uhr oder von 19 Uhr bis 20:30 Uhr essen zu gehen. Da wir am ersten Tag direkt um 17:30 Uhr dran waren, konnten wir gerade so auspacken und dann direkt zum Essen gehen. Zum Essen gab es jeden Tag Buffet mit abwechselnde Gerichten. Zur Auswahl stand immer Fleisch, Fisch oder ein vegetarisches Gericht. Die Qualität vom Essen war sehr gut und es gab hier nichts zu bemängeln. Für die Kinder gab es eine Auswahl an kostenlosen Getränken wie Apfelsaft, Orangensaft und Mineralwasser. Alles andere kostet Extra. Sitzplätze und Hochstühle für die Kinder waren immer reichlich vorhanden, da gab es nichts zu meckern.

Nach dem Abendessen konnten wir noch Karten fürs Schwimmbad ergattern. Leider ist es auf Grund der aktuellen Lage nur möglich maximal eine Stunde am Stück ins Schwimmbad zu gehen. Es sich dort auf den Liegen bequem zu machen und ein Buch lesen ist also eher weniger drin, sofern Ihr noch ins Wasser wollt. Die Zeit muss man sich dann schon nehmen, um auch ins Wasser zu gehen. Der Badebereich ist jedoch sehr schön gestaltet, es gibt im inneren ein großes Nichtschwimmerbecken mit Wasserrutsche (eher für etwas größere Kinder geeignet) sowie ein Kinderbecken mit kleiner Wasserrutsche und anderen Spielgeräten (Wasserspritzende Tiere etc.). Das Kinderbecken ist wirklich sehr schön und unser Sohn wollte gar nicht mehr aus dem Wasser. Ein reines Schwimmbecken zum Bahnen schwimmen habe ich nicht gesehen, was ich jetzt aber auch nicht vermisst habe. Im Außenpool genießen Sie einen wundervollen Blick über die Rhön. Aufgrund des eher kalten Sommerwetters war ich nur einmal kurz im Außenpool.

Tag 2 - Fulda Innenstadt

Leider war der Wetterbereicht für die nächsten Tage ziemlich schlecht. So sollte es die nächsten 2 Tage immer über 90% Luftfeuchtigkeit und an die 20 Liter Niederschlag geben. Wir sind dann direkt am zweiten Tag nach Fulda in die Innenstadt gefahren und haben dies mit der Sieben Welten Therme kombiniert. Nach Fulda brauchten wir ca. 45 Minuten mit dem Auto. Parken kann man wunderbar am Bahnhof. Hier sollte man nicht ins Parkhaus fahren sondern auf den Parkplatz fahren der nicht überdacht ist. Dieser ist wesentlich günstiger als das Parkhaus, jedoch gab es hier nur sehr wenige freie Parkflächen.

Falls Ihr gerade vorhabt nach Fulda zu fahren: Ich habe Euch hier den Parkplatz auf Google Maps markiert: Zum Fulda Parkplatz

Vom Bahnhof aus sind es nur ein par hundert Meter bis in die Fußgängerzone. Während unserem Aufenthalt war in der Öffentlichkeit keine Maskenpflicht. Vom Bahnhofsviertel sind wir in Richtung Altstadt gelaufen in der es diverse kleinere Geschäften gibt. Beim Spazieren gehen durch die Stadt ist uns ganz besonders eine Kaffee-Rösterei aufgefallen in der Ihr frisch gerösteten Kaffee trinken könnt. Für mich als Kaffee-Liebhaber natürlich ein muss. Neben der Kaffee-Rösterei solltet Ihr natürlich ein Blick auf die gängigen Sehenswürdigkeiten werfen. Absolute „Pflicht Sehenswürdigkeit“ ist mit Abstand der Dom zu Fulda. Direkt im Anschluss könnt Ihr in den Schlossgarten gehen, welcher sich direkt gegenüber befindet.

Fulda Innenstadt

Nach unserem Stadtrundgang entschlossen wir uns dem schlechten Wetter zu entkommen und in die Sieben Welten Therme in Fulda zu gehen.

Sieben Welten Therme

Die Therme liegt nicht direkt in Fulda, sondern im Benachbarten “Künzell”. Die Sieben Welten Therma ist jedoch in wenigen Auto Minuten (vom oben genannten Parkplatz aus) erreichbar. Für uns war die Entscheidung noch in die Therme zu gehen eine gute Entscheidung. Selbst mit Kind konnten wir uns im Warmen Wasser der Therme gut entspannen. Wer sich fragt warum die Therme “Sieben Welten” heißt, wird dies spätestens beim eintreten in den Badebereich verstehen. Der Badebereich ist in 7 Länder aufgeteilt und jedes Land hat sein eigenes “Flair” und ist mit landestypischen Accessiores ausgestattet. So findet Ihr im Bad Einfluss aus Afrika, Indien, Andalusien, Japan, Arabien wie auch Mexiko und Asien.

“Andalusien” ist jedoch nur Saunagänger vorenthalten und auch den Ruhebereich in “Indien” ist nicht im normalen “Badebereich” zugänglich.

Tag 3 - Rhön Play & der Silbersee

Am dritten Tag unseres Urlaubs hat es durchgängig geregnet, so entschieden wir uns das Rhön Play zu besuchen. Hier kommen Kinder voll auf Ihre Kosten. Neben Klettergerüste, Rutschen und Spielgeräte, gibt es auch noch Trampolins und E-Karts. Selbst ganz kleine Kinder haben hier die Möglichkeit sich auszutoben. Alle Klettergeräte sind gepolstert und mehrfach abgesichert. Leider war wegen Corona immer nur möglich maximal eine Stunde im Rhön Play zu bleiben. Man konnte jedoch mehrmals am Tag ein Ticket bekommen.

Gegen Nachmittag sind wir dann noch an den Silbersee gewandert. Innerhalb von 20 bis 30 Minuten kann man diesen von Hotel aus erreichen. Der Silbersee ist ein künstlicher See und durch den Abbau von Basalt entstanden.

Tag 4 - Das schwarze Moor

Eine willkommene Abwechslung war für uns ein Ausflug in eines der bedeutendsten Ökosysteme Europas: das schwarze Moor. Das 66,4 Hektar der größte Moorkomplex aus Niedermooren und einem weitgehend unberührten und intakten Regenmoor ist Bestandteil des Schutzgebietssystems Natura 2000 und eines der bedeutendsten Hochmoore in Mitteleuropa. Besucher des Schwarzen Moores können über den Moorlehrpfad die interessantesten Gebiete des Schutzgebietes erkunden. Zum Schutz des Moores darf der Holzpfad nicht verlassen werden. Der Moorlehrpfad führt an einem Moorauge vorbei und durch das Niedermoor. Auf dem Aussichtsturm kann man das komplette Moorgebiet überblicken.

Fazit

Die Landschaft in der Rhön ist etwas Besonderes und über Sommer am besten für Wanderer und Radsportler geeignet. Im Winter gibt es hier viele Skilifte und auch Wintersportler kommen hier voll auf Ihre Kosten. Das Rhön Play Aktiv Resort ist ein gutes Hotel, das mitten im Naturpark liegt. Leider hatten wir uns etwas mehr Erhofft in Bezug auf ein Kinderhotel. Das Rhön Play ist für Kinder ideal und auch im Badebereich gibt es für Kinder einen extra Kinderpool, der sehr schön gestaltet ist. Ich glaube, dass das Rhön Park Hotel ein gutes Hotel für Familien mit Kind sein kann, während unserem Aufenthalt hat jedoch vieles einfach nicht gepasst. Ich weiß nicht, ob das wirklich an Corona lag oder wir einfach Pech hatten. Gewünscht hätten wir uns das die Kinderbetreuung geöffnet hat oder wir wenigstens gesagt bekommen das diese geschlossen ist. So waren wir mehrmals vor der verschlossenen Tür gestanden und ganz irritiert als uns am dritten Tag eine Mitarbeiterin im Rhön Park angesprochen und gesagt hatte das die Kinderbetreuung dauerhaft geschlossen sein. Auch hatten wir viele Regentage (ja dafür kann das Hotel nichts). Anstatt die Aktionen wie Perlenketten Basteln für Kindern in den Pavillon zu verlegen wurden diese trotz Regen draußen abgehalten. Im Zimmer gab es keinen Wickeleimer, sodass wir gezwungen waren die Windeln im Restmüll zu platzieren. Der Müll wurde tagelang nicht geleert. Nur durch Zufall haben wir auf dem Tablet gelesen das diese erst bei Abreise geleert werden und wir die öffentlichen Mülleimer verwenden können. Gegen Gebühr gab es auch einen Staubsauger. Ich sollte also dafür Geld bezahlen, die Arbeit vom Hotel zu machen. Wenn ich mich um alles selbst kümmern muss, ziehe ich eine Ferienwohnung vor. Ich brauche kein Luxushotel, aber wenn man für 4 Übernachtungen fast 1000 Euro bezahlt, dann erwarte ich in einem Familienhotel für Kinder auch dass es Angebote für die Kinder gibt. Versteht mich nicht falsch, das Hotel ist schön, modern und die Landschaft herrlich. Es gibt ein Lagerfeuer und diverse Freizeitaktivitäten im Hotel. Die meisten jedoch ungeeignet für 2-jährige Kinder (Bogenschießen, Bowling). Letztendlich hatten wir im Hotel einen schönen Aufenthalt, wenn wir auch mehr erwartet hätten. Das Hauptproblem sehe ich in der Kommunikation. Diese hat nämlich einfach nicht stattgefunden. So fanden wir viele Dinge (Wie die Müllsituation und die geschlossene Kita) erst im Laufe unseres Urlaubs heraus anstatt am Empfang oder sogar vor Beginn der Reise darauf aufmerksam gemacht zu werden.