Meine Kamera für Wanderungen, Trekking und Reisen

Meine Kamera für Wanderungen, Trekking und Reisen

Meine Kamera für Wanderungen, Trekking und Reisen



Als Blogger und YouTuber ist für mich eine Kamera für Wanderungen essenziell, schließlich möchte ich in meinen Blogartikel ansprechende Bilder zeigen und in meinen Videos eine möglichst gute Qualität bieten. Mit welcher Kamera ich unterwegs bin, hängt von mehreren Faktoren ab und lässt sich gar nicht pauschal sagen. Vor jeder Tour muss ich mir die Frage stellen, worauf der eigentliche Fokus liegt. Für mich ist die Wahl der Kameraausrüstung immer ein Kompromiss zwischen Gewicht, Akkulaufzeit, Aufnahmequalität, Objektiv-Auswahl und Packmaß. Ich nutze also nicht eine Kamera, sondern je nach Anwendungsfall unterschiedliche wie MFT-Kamera, ActionCam und Vollformat.


Kamera zum Wandern - MFT Kameras sind die besten Allrounder

Ich besitze für so ziemlich jeden Einsatzbereich eine Kamera, egal ob das jetzt für Unterwasser, für Wandertouren, zum Radfahren oder zur Landschaftsfotografie ist. Meiner Meinung nach sind MFT Kameras für mich der beste Kompromiss aus allem und optimal geeignet als Kamera zum Wandern. Ich verwende seit 2017 die Panasonic G81* und hab dank dieser Kamera eine Spritzwassergeschützte, kleine, kompakte Kamera für Wanderungen mit Top-Bildqualität. Mit den richtigen Objektiven kann ich Brennweiten von 14 bis 600 mm (alle Objektive zusammengerechnet im Kleinbild äquivalent) abdecken. Sicher, ich könnte auch eine Vollformat nutzen, ein 300 mm Objektiv aufschreiben und 50 % Crop-Faktor darauf machen, wäre beim gleichen Bildausschnitt. Jedoch wähle ich meinen Bildausschnitt bereits beim Fotografieren, und nicht in der Nachbearbeitung. Diese Kamera hatte ich bereits im Sand dabei, bei 70 % Luftfeuchtigkeit, war mit Ihr am Wasserfall gestanden und noch immer tut Sie Ihren Dienst. Die Objektive sind klein, leicht und verhältnismäßig günstig im Vergleich zu Vollformat Objektiven. Bevor Vollformat Fans aufschreien, ich bin keines Wegs Gegner dieser Kameras, im Gegenteil, ich besitze selbst die Sony A7 II und liebe diese Kamera. Aber für meine Outdoor Tätigkeit ist sie mir zu klobig, zu teuer und zu unflexibel.

Folgende Überlegungen stelle ich mir vor jeder Tour

Wie weit möchte ich Wandern und wie lange bin ich unterwegs?

Je mehr Zeit ich für das Fotografieren / Filmen einplane, desto weniger Strecke kann ich zurücklegen oder umgekehrt. Wenn ich nicht viel laufen muss, kann ich auch eine schwerere Kamera und Stativ mit mir tragen. Geht es mir eher um die Strecke, nehme ich eher eine kleinere Kamera für Wanderungen mit und evtl. gar kein Stativ.

Was muss die Kameraausrüstung fürs Wandern aushalten?

Sollte meine Kamera, Stativ etc. Spritzwassergeschützt sein oder sogar wasserdicht? Möchte ich meine Kameraausrüstung in unsicherem Gelände, beim Extremsport oder unter Wasser verwenden? Dann führt wohl kein Weg, um eine Action-Cam. Viele Action-Cams haben ein Stoß und Wasserdichtes Gehäuse. Auch sind viele hochwertige Kameras Spritzwassergeschützt, jedoch nicht Wasserdicht. 

Möchte ich eher Fotografieren oder Filmen?

Wenn ich neben dem Filmen auch noch Fotografieren möchte z. B. einen Sonnenaufgang bei dunklem Vordergrund und hellem Hintergrund. Dann nehme ich tendenziell ein größeres Stativ, um mehr “Einstellungsmöglichkeiten” zu haben. Größeres Stativ heißt eben auch mehr Gewicht und größeres Packmaß. Gehe ich gezielt nur zum Fotografieren raus, halte ich die Wegzeiten in der Regel kurz, denn hier kommt es mir eher auf gutes Licht und auf das Motiv an und weniger auf eine Strecke machen. Gehe ich gezielt Fotografieren, packe ich mir in der Regel die Sony A7 II* und ein Stativ von Rollei* ein. 

Bei längeren Strecken ist dann wieder die Panasonic G81 im Rucksack.

Soll die Wanderung ein VLog werden oder eher eine Reportage?

In der Regel mache ich meine Wanderungen als VLog und nehme meine Besucher mit, als würden Sie an meiner Seite mitwandern. In meinem VLogs erzähle über allgemeine aktuellen Themen, über die Wanderung und über die Sehenswürdigkeiten. Sofern das Blogging im Vordergrund steht, nehme ich eher eine kleine Kamera mit, die kaum ins Gewicht fällt, mir dafür aber einen Gimbal bietet. Eine größere Kamera (dazu zähle ich jetzt auch eine MFT), die ich die ganze Zeit mit ausgestrecktem Arm vor mich halten muss, wäre auf Dauer anstrengend. Auch ein Selfiestick wäre unpraktisch, da er zu „instabil“ ist und zu Ruckler im Video führen würde. Für diesen Zweck habe ich mich für die DJI Osmo Pocket 2* entschieden. Meine MFT Kamera hab ich manchmal trotzdem im Rucksack, um mit Brennweiten und Tiefenschärfe spielen zu können.

Kamera für Wanderungen: Wie viel kann und möchte ich mit mir tragen?

Ich versuche immer so wenig wie möglich mit mir rumtragen zu müssen. Das gilt sowohl auf Wanderungen wie auch bei Reisen. Jeglicher überflüssiger Kram ist nur Ballast. Das fällt besonders dann ins Gewicht, wenn man mehrere Tage am Stück auf Wanderung ist. Gerade wenn die Etappen auch noch recht lange sind (25 Kilometer pro Tag) wird man irgendwann jedes Kilogramm verfluchen (Zumindest geht es mir so). Oft nehme ich hier nur die DJI Osmo Pocket und die Lumix G81 mit 14–140 mm Objektiv mit. Auf ein Stativ muss dann auch verzichtet werden. Das 14 - 140 mm deckt dabei alle Brennweitenbereiche von Weitwinkel bis Zoom ab. 

Brauche ich Befestigungsmöglichkeiten oder habe ich Spezialanforderungen?

Sofern Ihr spezielle Befestigungsmöglichkeiten benötigt (z. B. Fahrradlenker am Griff, Helmkamera, Packraft) ist Eure Auswahl in der Regel sehr eingeschränkt. Eigentlich kommen hier nur Actioncams zum Einsatz. Aktuell nutze ich hier die schon etwas in die Jahre gekommene Yi 4k+ am Fahrradlenker und für unter Wasser Aufnahmen. Mit einer GoPro 10 seit Ihr aktuell bestimmt wegen des Bildstabilisators und größerem Dynamikumfang besser beraten. Für Unterwasser Aufnahmen kann ein Rot-Filter* nützlich sein.

Kamera für Wanderungen: Einsteiger Empfehlung

Was würde ich Einsteiger empfehlen, die Ihre Wanderungen und Reisen filmen möchten? Kauft Euch eine MFT Kamera von Panasonic oder Fuji, nehmt das H-FSA14140E Superzoom Objektiv LUMIX G (14-140 mm (KB)* und Ihr habt so ziemlich jede Brennweite in der Tasche, die Ihr jemals brauchen werdet. Ein 25 mm oder 42,5 mm Festbrennweiten Objektiv mit Offenblende hilft bei Aufnahmen mit unscharfem Hintergrund. Mehr braucht Ihr am Anfang eigentlich nicht. Ach ja, packt noch 2 - 3 Akkus oder eine Powerbank ein.

Marco Griep

Marco Griep

Abenteurer | Content-Creator | Software Entwickler | YouTuber